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Wie schon berichtet, war am Wochenende shoppingwütiger Feierbesuch da. Neben typischen Mädelsgesprächen und einer kleinen Shoppingtour in Manchester und Chesterfield wollten wir uns allerdings auch etwas kulturell betätigen und wählten uns hierfür die nahegelegene Geburtststadt der Beatles – Liverpool – aus.

Reisebericht Liverpool

Liverpool ©by Delirious

Als nahegelegen würde man drei Stunden Entfernung mit dem Zug bei sich zu Hause wohl nicht bezeichnen (das entspricht immerhin meiner Wochenend-Haus-und-Hof-Strecke Mannheim – München in der Theoriephase), die Wahrnehmung scheint sich aber im Ausland offensichtlich stark zu verzerren. Denn drei Stunden waren schnell vorbei und auch der Ticketpreis für Hin- und Rückfahrt war mit £37.50 doch recht erschwinglich, betrachtet man den One-Way-Preis besagten Mannheim-Münchens ohne Bahncard mit 80€.

The Albert Dock & Titanicmuseum

The Albert Dock Liverpool ©by Delirious

Dort angekommen kauften wir uns erstmal fuer £1.50 einen kleinen landkartenartigen Wisch um uns sogleich über die sehr zentrale Lage der Liverpool Lime Street Station zu erfreuen. Von dort aus konnte man nämlich bequem durch die Innenstadt und die Fussgängerzone zum Albert Dock ans Pier spazieren und das Wasser bewundern. Zum Glück war dies der erste Sonnentag seit drei Regenwochen und wir hatten den Schirm einmal nicht umsonst vergessen. Direkt am Pier befanden sich auch direkt das Beatles Museum, das Liverpool Museum sowie das Marine & Titanic und das Sklaverei Museum. Allesamt for free. So entschieden wir uns auch gerne  für eine kleine Brise kulturellen Inputs und machten uns auf zum Titanic- und dem Sklavereimuseum. Sehr schön inszeniert, alte Fundstücke, musikalische Untermalungen, detaillierte Beschreibungen und das alles in Bezug auf Liverpool, in der die Titanic erbaut wurde. Mir als Titanicfan (und das nicht nur seit dem jungen DiCaprio) und meiner Freundin hat dies insgesamt sehr gut gefallen und wir machten uns auf, um nach etwas zu essen zu suchen (nicht ohne vorher unserem kindlichen Spieltrieb nachzugeben und vor dem Museumsausgang noch eine Münze im Souvenir-Titanicmuster-Drück-Gerät (mit Kapitänlenkrad!) kaputtzupressen).

Liverpool Cathedral

Kaum zurück auf der Strasse erhaschten wir allerdings schon das nächste beeindruckende Ziel: Die Liverpool Cathedral. Majestätisch aus dem übrigen Häuserwirrwarr herausragend, allerdings etwas weit weg, beschlossen wir dem Wegweiser (“Liverpool Cathedral 10 Minutes”) zu folgen. Unser Weg führte uns durch zahlreiche Seitenstrassen, die gerammelt voll mit Pubs und Clubs zu sein schienen. Auch wenn die Clubs um vier Uhr nachmittags noch geschlossen waren, waren die Pubs an diesem Sonntag doch bereits gut besucht und mit biertrinkenden Engländern jeden Alters fröhlich bevölkert. Trotz der schönen Kulisse kam uns der Marsch bergauf jedoch wie eine Stunde vor, was anschließend allerdings durch das beeindruckende Innere der Kathedrale entschädigt wurde. Bis zur Decke waren es bestimmt 30 Meter, an jeder Seite die klassischen bunten Fenster und am Ende eine mehr als gigantische Orgel, an der gerade ein junger Engländer das Spielen übte. Die beste musikalische Untermalung also, die man sich in so einer massiven Kirche vorstellen kann.

Als wir anschließend – immernoch hungrig – zurückliefen, hörten wir aus einer weiteren Kirche laute Rockmusik ertönen und mussten mitten auf der Strasse noch einmal umkehren. Es handelte sich hierbei um eine Kirchenruine, die den Bombenhagel aus dem Krieg nicht überlebt hatte. Als modernes Museum umfunktioniert, konnte man diese ebenfalls kostenlos besichtigen, sobald man am Eingang eine Einverständniserklärung für das Betreten auf eigene Gefahr (inklusive dem eigenen Todesfall) unterschrieben hatte. Machte es irgendwie spannend. War es aber nicht.

The Cavern

The Cavern Club

Zu guter Letzt gelang uns das “Einkehren” in eine Fish´n´Chips Bude in der ich nachfragte, was denn ein Chicken Dinner beinhaltete. Freundlich wurde mir in Liverpool´schem Slang auch sogleich erklärt: “Aandkfjanfgbl Chicken, anskjdnakjfgnakjfbak Chips.” Aha. Nehm ich. Letztendlich bestand das Dinner dann aus einem Riesenberg Pommes, gekrönt von einer riesigen Kelle pürierter Erbsen (“mashy peas”), Soße (“gravy)  und einem zierlichen Hühnerbeinchen. Mehr als Letzteres war neben ein paar aufgeweichten Pommes auch nicht zu genießen (ich hasse Erbsen) und so ist man doch immer wieder froh, dass auf McDonald´s eben weltweit Verlass ist.

Nach dem üppigen Festmahl besuchten wir noch “The Cavern“, die Geburtstätte der Beatles, und kehrten dann todmüde zur Lime Street Station zurück. Nach einem Zwei-Stunden-Powernap war für einen Pub-Besuch in Chesterfield jedoch wieder genügend Energie getankt. Zum Glück. Sinnvoller wurde selten ein Sonntag genutzt. Me gusta =)


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