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Wie der Titel schon sagt ist man hier in England als, wie man in Bayern sagen würde, “Zuagroaster” verschiedensten Eindrücken ausgesetzt. Zu einem der ersten gehört definitiv die Taxifahrt vom Bahnhof in Chesterfield zum dem Wohnhaus in dem man nun die nächsten drei Monate zubringen sollte. Nicht nur, dass man dem Fahrer fast die Tür einrennt weil dieser plötzlich auf der falschen Seite sitzt, dieser kannte sich leider auch so gar nicht in seinem Arbeitsgefilde aus. Alles was ich hatte war eine Adresse, ein Handy ohne  Internet und zwei schwere Koffer mit insgesamt 32,2 Kg.

Als das Navigationssystem des Taxifahrers schließlich seinen Geist aufgab fragte dieser mich, wo wir denn nun hinmüssten. Am liebsten hätte ich ihn natürlich beschimpft, schließlich sollte man sich als solcher erstens ein bisschen auskennen und zweitens weiß man als Münchner natürlich nicht wo man irgendwo in der Mitte Englands als nächstes abbiegen muss. Aufgrund weiblicher Kultiviertheit  fragte ich jedoch stattdessen beim nächsten Pub nach dem Weg und wir fanden schließlich besagtes Haus, an dem mir meine Mitbewohner dann meine Koffer ins Zimmer trugen. Das riesige Bett und die ebenso breite wie lange Bettdecke dort ließen mich den Ärger jedoch schnell vergessen und seitdem nächtige ich dekadent und diagonal ohne jegliche Platzeinschränkungen. Me gusta! :)

via weheartit.com

Zu einem weiteren positiven Eindruck gehört auch die breite Auswahl an Mittagsmenüs. Man kann es sich nämlich aufgrund 60 Minuten Mittagspause bequem in der Stadt selbst zusammenstellen und hat somit augenscheinlich die Chance auf eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung. Bei näherem Hinsehen beschränkt sich das Angebot an englischen Speisen jedoch auf Kuchen, Kekse, Sandwiches im Soft Bread und Salaten. Um einem plötzlichen hefeteigartigem Aufgehen meiner Figur vorzubeugen, habe ich mich aus diesem Grund bisher hauptsächlich auf Salatboxen beschränkt. Diese kann man sich in einem kleinen Laden frisch zusammenstellen lassen und hat als Highlight zum Schluss noch die Möglichkeit aus verschieden angerichteten Chicken- und Shrimps Extras zu wählen. Wirklich köstlich und auch noch gesund. So etwas sollte es in Deutschland auch geben. Ein Subway für Salatboxen sozusagen! Ein echter Geheimtipp für Einwanderer, die das Soft Bread nicht mehr sehen können und sich bei deren Anblick nach einer knusprigen Semmel sehnen (eine solche zum Salat dazuzuessen zu wollen sollte man sich hier ebenso abgewöhnen).

Chesterfield – planlose Taxifahrer und köstliche Salatboxen! Coming up: Geisterhäuser und Konzerte in Sheffield. See you in a bit ;)

 

 

 

 


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